Studienreise in die goldene Stadt Prag

10.-12.9.2004, Studienreise

Am Wochenende vom 10. zum 12. September 2004 fuhren 29 Unternehmer und Angehörige des WWK nach Tschechien und besuchten die goldene Stadt Prag. Mit dem Busunternehmen Hühn ging es am zeitigen Freitagmorgen in rascher Fahrt über Chemnitz, Zschopau, Marienberg, Reitzenhain über den Kamm des Erzgebirges hinab nach Chomutov, und gegen mittag erreichten wir Prag.

Erster und wichtiger Programmpunkt war am Nachmittag der Treff mit der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) im Gebäude der BAWAG-Bank am Wenzelsplatz. Der Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 brachte für die tschechische Wirtschaft einen kräftigen Wachstumsschub. Eine wichtige Aufgabe sieht die DTIHK darin, Kontakte zu möglichen Geschäftspartnern zu knüpfen und in regelmäßig stattfindenden Kooperationsbörsen die deutschen und tschechischen Unternehmen beim Aufbau von Handels- und Kooperationsbeziehungen zu unterstützen. Wir konnten uns davon überzeugen, daß der Zustrom ausländischer Investoren nach Tschechien ungebremst auf Grund der niedrigen Kosten, insbesondere des niedrigen Lohnniveaus, guter Sprachkenntnisse, einer wettbewerbsfähigen Infrastruktur, eines stabilen politischen und wirtschaftlichen Umfeldes anhält. Durch seine geografische Lage ist Tschechien eben besonders auch für deutsche Unternehmen interessant.

Am Sonnabendmorgen brachte uns der Bus nach einem ausgiebigen Frühstück auf die Prager Burg. Unter sehr fachkundiger Führung einer reizenden tschechischen Reiseleiterin begaben wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf einen über 3-stündigen Stadtrundgang, besichtigten zuerst die Burg und den Hradschin und gingen mit dem Strom unzähliger Touristen über das goldene Gäßchen hinunter auf die Karlsbrücke und hinein in die historische Altstadt Prags.

Am Sonnabendabend besuchten wir das traditionelle Prager „Hofbräuhaus“ – das „u Flekö“ – und verlebten dort bei tschechischem Schwarzbier und deftigem Schweinsbraten mit Knödeln einen gemütlichen Abend, der durch ein Kabarettprogramm noch bereichert wurde. Für eine junge Frau unserer Gruppe hatte der Abend allerdings einen sehr bitteren Beigeschmack. Langfinger stahlen in der Gaststätte ihre Handtasche, die über der Stuhllehne hing – mit Papieren, Geld, Scheckkarte, Handy. Für die tschechische Polizei anscheinend keine große Affäre, sie zeigte sich nicht sehr kooperativ! Am Sonntagvormittag stand die Besichtigung der zweitgrößten tschechischen Brauerei in Prag – Staropramen – auf dem Programm. Der Stolz der Brauerei ist seit 1997 ein neues computergesteuertes Sudhaus mit hochmodernen Edelstahltanks – geliefert von einer Firma aus Bayern. Von Montag bis Freitag werden je Tag 10 Sude mit 890 hl Bier angesetzt. Nachdem das Bier

Gär- und Lagerkeller durchlaufen hat, werden täglich bis zu einer halben Million Flaschen und in der Faßabfüllanlage 300 Fässer Bier je Stunde abgefüllt. Von der guten Qualität und der Würze des Bieres konnten wir uns bei der anschließenden Verkostung selbst überzeugen. In fröhlicher Stimmung verließen wir danach Prag und begaben uns über Pilsen und Marienbad auf die Heimfahrt. Bei einem Zwischenstopp in Marienbad bummelten wir durch das Kurviertel und entlang der Magistrale und bewunderten die herrlich renovierten alten Hausfassaden. Entlang des Kaiserwaldes über Schönberg, Bad Brambach und Reichenbach erreichten wir am zeitigen Abend nach drei erlebnisreichen und interessanten Tagen voller neuer Eindrücke unsere Heimat. Dem Vorstand des WWK gebührt unser herzlicher Dank für die gute Planung dieser Reise und dem Reiseunternehmen Hühn für eine reibungslose Durchführung.

Barbara Pape, Mitglied des WWK

Druck GmbH Werdau