Mit dem WWK im Land der Franken 2012

Die diesjährige Ausfahrt führte die Mitglieder des Werdauer Wirtschaftskreises (WWK) vom 5. – 7.10.2012 ins wunderschöne Frankenland.

Der Bus des Touristikunternehmens Hühn brachte uns am Freitag Mittag über die Autobahn in rascher  Fahrt zum ersten Ziel, der Burg Rabenstein. Im Herzen der Fränkischen Schweiz auf einem Hochplateau über dem Ailsbachtal an der Burgenstraße gelegen, erwartete uns schon ein uriger Führer zur Besichtigung der Burg mit ihren vielen Prunksälen. Bei herrlichstem Sonnenschein saßen wir danach bei einer Brotzeit unter Baumriesen im Biergarten. Neben der Burg ist eine Falknerei angesiedelt, wo im Sommer Flugschauen mit Greifvögeln stattfinden. In der unterirdischen Sophienhöhle sind traumhafte Tropfsteingebilde zu bewundern.

Am zeitigen Abend erreichten wir unser Hotel in Margetshöchheim, wo wir uns nach Zimmerbezug zum gemeinsamen Abendmenü zusammenfanden.


Am Sonnabend Vormittag erkundeten wir bei einem 2-stündigen Stadtrundgang mit Führung die fränkische Stadt Würzburg. Die Stadt hat heute über 133.000 Einwohner, sie ist Sitz des Regierungsbezirkes Unterfranken und Bischofssitz der Diözese Würzburg in der römisch-katholischen Kirche. Die weltberühmte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz gehört seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Würzburg ist mit der Julius-Maximilian-Universität eine der klassischen deutschen Universitätsstädte. Im alten Rathaus, dem Grafeneckart, konnten wir uns in einer Gedenkstätte ein Bild von der Zerstörung Würzburgs machen. Am 16. März 1945 wurde beim Bombenangriff der alliierten Flugzeuge die Innenstadt zu 90 Prozent zerstört. 5.000 Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben. An zahlreichen Gebäuden erinnern Hinweise an den Wiederaufbau nach dem Krieg. Nach dem Stadtrundgang genossen wir im Sonnenschein von der Terrasse der historischen Gaststätte „Alte Mainmühle“ den Traumblick auf die alte Mainbrücke über den Fluss bis hinüber zur Festung Marienberg.

Franken 2012

Am Nachmittag wurden wir schon am Familienweingut Reiss erwartet. Mit Frau Reiss wanderten wir gute zwei Stunden durch die berühmte Weinlage „Würzburger Stein“, erfuhren viel Wissenswertes über den Weinanbau, genossen den herrlichen Panoramablick auf die Stadt und verkosteten am Stein einen Wein. Im Weingut durften wir weitere Sorten probieren und anschließend im Ladengeschäft käuflich erwerben.

Beschwingt und lustig landete die Gesellschaft am Abend im Felsenkeller des Hotels „Greifensteiner Hof“, wo wir das Abendbrot in diesem historischen Natursteingewölbe einnahmen. Dieses kahle Kellergewölbe versprühte auf uns allerdings den Charme einer unpersönlichen Bahnhofsvorhalle, und es wollte keine Wohlfühlatmosphäre aufkommen.

Franken 2012

Am Sonntagmorgen zeigte uns der Wettergott die kalte Schulter. Bei Regenwetter und merklich kühleren Temperaturen fuhren wir in die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg. Die Altstadt Bambergs ist der größte unversehrt erhaltene historische Stadtkern in Deutschland und seit 1993 als Weltkulturerbe in der Liste der UNESCO eingetragen. Bamberg ist überregional auch für seine vielfältige Biertradition bekannt. Bamberg wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. Die Stadt blieb im zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt, und die Altstadt bietet bis heute das Bild der ursprünglichen Dreigliederung in die geistliche Bergstadt im Umfeld des Kaiserdoms, die bürgerliche Inselstadt zwischen den beiden Flussarmen der Regnitz und die Gärtnerstadt.

Franken 2012

Einer versierte Stadtführerin ging mit uns von den romantisch gelegenen Fischer- und Schifferhäusern an der Regnitz – genannt Klein Venedig – über das alte Rathaus, die Alte Hofhaltung, die Neue Residenz bis zum Bamberger Dom hinauf. Vom Rosengarten – einem Barockgarten zwischen den Flügeln der Residenz – genossen wir den wunderbaren Blick hinauf zur Kirche St. Michael und hinunter auf die inzwischen wieder sonnenbeschienene Stadt.

Nachdem wir uns mittags gestärkt hatten, fuhren wir in einer 90-minütigen Schifffahrt vom Alten Schlachthaus ab auf der Regnitz an Klein-Venedig vorbei in den Main-Donaukanal hinein bis zum Bamberger Hafen. Unser Bus, der beim Gebäude der Bamberger Symphoniker parkte, brachte uns wohlbehalten und voller Eindrücke am späten Abend nach Hause zurück. Von den Erlebnissen dieser drei schönen Tage werden wir noch lange zehren, und wir danken dem WWK-Vorstand und dem Touristikunternehmen Hühn für die Planung und Durchführung der Reise.

Ich verabschiede mich bis zum nächsten Reisebericht von unseren Lesern und wünschen im Namen des Vorstandes des WWK und der Druck GmbH Werdau eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und uns allen ein erfolgreiches Jahr 2013.

Barbara Pape, Mitglied des WWK